Herklotzgasse 21

Herklotzgasse 21 - Das Dreieck meiner Kindheit

Herklotzgasse 21 – Das Dreieck meiner Kindheit

„Das Dreieck meiner Kindheit“ – eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien XV

:: Die Ausstellung: mit begleitenden Veranstaltungen stellt den ersten Höhepunkt des Projekts „Herklotzgasse 21 und die jüdischen Räume in einem Wiener Grätzel“ dar. Sie findet in den Räumen des ehemaligen Gemeindehauses in der Herklotzgasse 21 statt, wo bis 1938 Fürsorge- und zionistische Vereine untergebracht waren. Das Haus bildete neben dem Turnertempel und der Storchenschul einen der drei zentralen Orte einer jüdischen Vorstadtgemeinde.
Die Ausstellung bringt den historischen Schauplatz zum Sprechen, und sie verbindet archivarische Recherche mit der lebendigen Erinnerung von Menschen, die hier aufwuchsen und von hier fliehen konnten. 12 der 15 Überlebenden, die überwiegend in Israel interviewt wurden, gingen in der Herklotzgasse 21 in den Kindergarten oder in den Turnverein.
In den verschiedenen Räumen und Geschoßen wird die Geschichte der jüdischen Vorstadtgemeinde aufgerollt: von ihren Anfängen in den 1830er Jahren bis zu ihrer Zerstörung 1938/39 – und über die vereinzelten Momente jüdischen Gemeindelebens in der Nachkriegszeit bis zur gegenwärtigen Aufarbeitung der Geschichte. Anhand von Interviewsequenzen und dem umfangreichen Bildmaterial, das aus dem Privatbesitz von ZeitzeugInnen sowie aus verschiedenen Archiven stammt, wird das Leben der jüdischen Bevölkerung in einem Wiener Arbeiterbezirk dargestellt.
Frau Mag.a Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrates, hat am 29. Oktober 2008 um 19 Uhr die Ausstellung eröffnet.

Die Ausstellung war bis 28. November für die Öffentlichkeit zugänglich. Für Interessierte wird nach wie vofr ein Vermittlungsprogramm angeboten.  Bitte um Anmeldung unter der Tel.: +43 699 11903113. Danke!

::: Audioguides im Stadtteil.  Eine akustische Stadtteilführung durch Audioguides ist enstanden. Das Medium Radio hatte vor der Etablierung des Fernsehens als weiteres Massenmedium eine große Bedeutung. Das nationalsozialistische Regime widmete dem damals neuen Massenmedium Hörfunk besonders große Aufmerksamkeit. Die Verstaatlichung des Hörfunks ab 1932 erleichterte den Nationalsozialisten den Zugriff. Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erachtete das Radio als das „allermodernste und allerwichtigste Massenbeeinflussungsinstrument“. Der Hörfunk galt als das „Verkündigungsmittel der nationalsozialistischen Weltanschauung.“
Die Umsetzung der Audioguides wird gefördert durch: Europe for Citicens – Education and Culture
::: Neugestaltung Erinnerungsort Turnertempel: Im Herbst 2009 begann der Prozes für eine Neugestaltung des Platzes Ecke Turnergasse/Dingestedtgasse. Ein KünstlerInnenwettbewerb wurde ausgeschrieben, seit dem Sommer 2011 wird an der Reralisierung der Gewinneridee gebaut. Am 10. November 2011 wurde das neue Denkmal eröffnet, das begehbarer Ort der Begegnung inmitten des Grätzels sein soll.

Weiterführende Infos:  http://www.herklotzgasse21.at

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